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Historie

Seit Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts die beweglichen Lettern erfunden hatte, fand die Buchdruckerkunst als Mittler für die Verbreitung geistiger Ideen schnell Eingang in weiten Kreisen der Bevölkerung.

In der Hansestadt Lübeck war es Lukas Brandis, der die Stadt mit seiner im Jahre 1475 erschienenen Weltgeschichte "Rudimentum novitiorum" zur ältesten bekannten Druckstätte des Küstengebietes werden ließ.

Die Tradition dieses hochangesehenen Berufsstandes wurde dann besonders erfolgreich von dem Verleger und Buchhändler Lorenz Albrecht fortgeführt, der im Jahre 1579 Lübecker Bürger wurde und sein Geschäft in Lübeck gründete, dessen Konzession bis zum heutigen Tage in dem Wirken des Verlagshauses Max Schmidt-Römhild KG, dem ältesten Verlags und Druckhaus in Deutschland, weiterlebt.

Nachdem der Verlag im Jahre 1787 von Georg Franz Justus Römhild erworben worden war, ging er um die Wende des Jahres 1818 in die Hände des Druckers und Verlegers Georg Christian Schmidt, dessen Namen er bis heute, seit dem Jahre 1924 unter Hinzufügung des Familiennamens Römhild, führt.

Während der Diktatur des Nationalsozialismus und dem damit verbundenen Vernichtungskrieg, wurde das Druckhaus 1942 bei einem Luftangriff auf Lübeck völlig zerstört. Nachdem Georg Schmidt-Römhild sich entschlossen hatte, den Verlag wieder aufzubauen und die "Geschäftsräume" in die Privatwohnung zu verlegen, konnte in der Mengstraße Mitte 1943 die Produktion an "gewohnter Stelle" teilweise wieder aufgenommen werden.

1945 konnte Georg Schmidt-Römhild den Druckereibetrieb - nach britischer Lizenzerteilung - wieder aufnehmen. Doch im Dezember zog die englische Besatzungsmacht die bereits erteilte Lizenz wieder zurück und setzte bis 1947 Treuhänder zur Unternehmensführung ein. Doch schon im Frühjahr 1948 übernahm Georg Schmidt-Römhild persönlich die Geschäftsführung.

Im April 1950 ist das Erdgeschoss in der Mengstraße, schon so weit hergerichtet, dass aus der "Ruine" ein Haus wird, und Georg Schmidt-Römhild damit wieder fest an dem Ort etabliert ist, wo sich schon seit 1804 die Geschäftsräume der Firma befinden.

Da die räumliche Enge in dem Druck- und Verlagshaus fast unerträglich geworden war, entschloss sich die Inhaberin Marie Schmidt-Römhild, den ersten Stock des "Vorder"-Hauses wieder aufzubauen, wo 1957 endlich in den erweiterten Räumen wieder gearbeitet werden konnte.

Eine neue Ära beginnt zur Jahreswende 1976/77, als Norbert Beleke, der mit dem Hause seit mehr als 15 Jahren verbundene und kooperierende Verleger aus Essen, als persönlich haftender Gesellschafter in die Firma eintritt, womit Schmidt-Römhild in die Verlagsgruppe Beleke integriert wurde.

Im Herbst des Jahres 1979 konnte das 400-jährige Jubiläum von der Max Schmidt-Römhild KG in den inzwischen komplett aufgebauten und sanierten Gebäuden in der Mengstraße / Ecke Fünfhausen gefeiert werden. Die Druckerei war bereits erweitert und modernisiert. Seit der Übernahme durch Norbert Beleke war der Personalbestand im Jubiläumsjahr mehr als verdoppelt und der Umsatz mehr als verdreifacht.

1981 wurde das Berliner Adressbuch erworben und dort eine Niederlassung gegründet. Anfang der 90er Jahre entstanden weitere Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Brandenburg, Leipzig und Schwerin.

1986 ist Norbert Beleke nach dem Ausscheiden von Helga Schmidt-Römhild als Kommanditistin Alleininhaber mit persönlicher Haftung.

In den 25 Jahren von 1979 bis 2004 vollzieht sich bei der Max Schmidt-Römhild KG im gesamten technischen und technologischen, insbesondere im elektronischen Bereich eine umfangreiche und fortschrittliche Entwicklung mit wesentlichen Neuerungen. 

1994 erscheint erstmals eine elektronische Ausgabe des Branchenverzeichnisses gewusst-wo als CD-ROM Ausgabe, als Pendant zum Buch.

1998 tritt die Max Schmidt-Römhild KG ins Online-Zeitalter ein, als die erste Version der gewusst-wo Datenbank im Internet freigeschaltet wird. Sie enthält 1998 600.000 Firmeneinträge und über 200.000 Stichworte bzw. Markenartikel, nach denen der Anwender suchen kann. Damit hat das elektronische Branchverzeichnis einen großen Vorteil gegenüber anderen Online-Verzeichnismedien, deren Suchen nur durch Eingabe der Branchenbegriffe zu Ergebnissen führen.

gewusst-wo.de ist seit mehreren Jahren in das offizielle Stadtportal berlin.de und berlinonline.de integriert.

2001 erscheint die zweite Version der Online-Datenbank, die im Sommer 2007 von der 3. Version abgelöst werden wird.

2004 - Das 425-jährige Bestehen dieses Verlags- und Druckhauses ist nicht Zufall, vielmehr liefert es den Beweis für den beharrlichen Einsatz aller Vorgänger von Norbert Beleke und deren Mitarbeiter, denn deutlich zeigt die Chronik auch Probleme und Schwierigkeiten vergangener Jahre und Jahrhunderte.

 

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